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Quelle: BuWoG/BA
24.03.2016

Asylbewerberheim als Vorzeigeprojekt

Bürgermeister Hans Steindl (vorne) und BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber stellten das Asylbewerberheim vor. (Foto: Burghauser Anzeiger/Johanna Stummer)

Bürgermeister Hans Steindl (vorne) und BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber stellten das Asylbewerberheim vor. (Foto: Burghauser Anzeiger/Johanna Stummer)

176 Menschen sollen hier einmal ein vorübergehendes Zuhause finden. 88 Wohneinheiten wurden geschaffen. (Foto: KommExpert)

176 Menschen sollen hier einmal ein vorübergehendes Zuhause finden. 88 Wohneinheiten wurden geschaffen. (Foto: KommExpert)

Zwei kleine Gemeinschaftsräume für Kinder und Familien sowie ein großer Gemeinschaftsraum samt Terrasse im ersten Stock. (Foto: KommExpert)

Zwei kleine Gemeinschaftsräume für Kinder und Familien sowie ein großer Gemeinschaftsraum samt Terrasse im ersten Stock. (Foto: KommExpert)

24 Appartements für Familien haben integrierte Bäder. (Foto: KommExpert)

24 Appartements für Familien haben integrierte Bäder. (Foto: KommExpert)

Am 4. April wird die Gemeinschaftsunterkunft in Burghausen offiziell der Regierung von Oberbayern übergeben

Die Arbeiten zur Fertigstellung der Gemeinschaftsunterkunft im Burghauser Gewerbepark Lindach laufen noch bis zum 4. April. Denn dann wird das 3,1 Millionen Euro teure Burghauser Vorzeigeprojekt an die Regierung von Oberbayern übergeben und die Asylbewerber können einziehen. Eineinhalb Jahre hat die Verwirklichung des Projektes gedauert, die reine Bauzeit betrug acht Monate. Bürgermeister Hans Steindl und BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber präsentierten den Medien das Objekt bei einer Begehung.

176 Menschen sollen hier einmal ein vorübergehendes Zuhause finden. 88 Wohneinheiten wurden geschaffen, davon 64 etwa 14 Quadratmeter große Zimmer für zwei Personen und 24 Appartements für Familien mit integriertem Bad und einer Wohnfläche von etwa 35 Quadratmeter. Hinzu kommen unter anderem vier Gemeinschaftsküchen, ein Wasch- und Trockenraum, acht Gemeinschaftstoiletten und -duschen, getrennt nach Geschlechtern, zwei kleine Gemeinschaftsräume für Kinder und Familien sowie ein großer Gemeinschaftsraum samt Terrasse im ersten Stock. Auf dem 3400 Quadratmeter großen Grundstück entsteht zudem eine Außenanlage mit Abstellmöglichkeiten für 100 Fahrräder. „Wie hatten genaue Vorgaben von der Regierung, welche Standards wir einhalten müssen“, erklärt BuWoG-Geschäftsführer Markus Huber.

In Burghausen sei man aber noch darüber hinaus gegangen – wie beispielsweise die Außenanlagen beweisen oder die großzügigere Auslegung der Gemeinschaftsräume. Das Konzept gefiel, wie Steindl betonte, denn bei der Abnahme durch die Regierung von Oberbayern wurde die Burghauser Unterbringung zum Modellprojekt erkoren, das als Vorzeigeprojekt für andere Kommunen dienen soll.

Für den Betrieb der Gemeinschaftsunterkunft hat eine Berliner Firma den Zuschlag bekommen. Sie wird im Namen der Regierung von Oberbayern die Arbeiten vor Ort übernehmen. Die Zuteilung der Asylsuchenden erfolgt weiterhin staatlicherseits. Das Projekt war zunächst ein Vorhaben eines privaten Baukonsortiums, das dann aus unternehmerischen Gründen das Gesamtprojekt der Stadt angeboten hatte. Der Mietvertrag mit der Regierung von Oberbayern läuft nun über zehn Jahre, „dann werden die Karten neu gemischt“, so Steindl. Vielleicht könnten hier einmal Studentenwohnungen, Sozialbauwohnungen oder Unterkünfte für Monteure entstehen. Die massive Ziegelsteinausführung des Gebäudes ermöglicht diese Nachhaltigkeit.

Finanziert wurde das Ganze über zwei Darlehen: eines über 1,2 Millionen von der KfW sowie ein zinsloses Darlehen vom Freistaat Bayern. Über die Mieteinnahmen wird die Unterkunft dann refinanziert. „Es musste kein Geld aus dem Stadthaushalt hergenommen werden“, betont Steindl.